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Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres

9. August2009

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen in Sachsen noch 10.395 Jugendliche nach einem Ausbildungsplatz. Obwohl sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten beiden Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung schon deutlich entschärft hat, dass heißt, die Schulabgänger zahlen sich halbiert haben, kann dennoch nicht jedem Ausbildungswilligem jungen Menschen in Sachsen eine Lehrstelle angeboten werden.

DIE LINKE.Sachsen will jedem jungen Menschen mit dem Recht auf einen Ausbildungsplatz einen guten Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. Das heißt, das Verhältnis von derzeit 1,5 Bewerbern auf einen Ausbildungsplatz umzukehren.

Erhalt und Ausbau des dualen Berufsausbildungssystems hat für DIE LINKE oberste Priorität. Über die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage will DIE LINKE sicherstellen, dass ein gerechter Ausgleich zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Unternehmen stattfindet. Damit ist aus unserer Sicht eine Erhöhung der Ausbildungsplätze in öffentlichen Einrichtungen, der Ausbau der Berufsschulzentren und öffentlicher Ausbildungsträger verbunden. Der Kommerzialisierung der beruflichen Bildung ist entgegenzuwirken. Statt dessen setzt sich DIE LINKE dafür ein, wieder eine berufliche Ausbildung mit Abitur zu ermöglichen und die Übergänge von Berufsausbildung zum Studium zu vereinfachen.

Die Arbeitsagenturen berichten derzeit, dass die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre förmlich explodiere. So stieg sie um 4990 oder 16,6 Prozent auf 35 093. Insgesamt hätten sich rund 10 500 junge Menschen im Juli nach dem Abschluss ihrer Ausbildung, der Schule oder ihres Studiums arbeitslos gemeldet.

Um dem entgegenzuwirken, setzt sich DIE LINKE.Sachsen dafür ein das Ausbildungsangebot so aus zu richten, dass es dem zukünftigen Bedarf entspricht. Gute Ausbildungspolitik muss den Strukturwandel der Wirtschaft mit berücksichtigen. So kann die Zahl derjenigen erhöht werden, die nach der Ausbildung auch tatsächlich einen Arbeitsplatz in Sachsen finden. Der zukünftige Bedarf an Fachkräften in Sachsen soll künftig durch ein Gremium von Fachleuten (bestehend aus Gewerkschaften, Kammern, Wissenschaftlern) abgeschätzt und die Berufsausbildungsförderung daran orientiert werden. Dabei bleibt das Recht auf freie Berufswahl unangetastet.

Dazu gehört für DIE LINKE eine stete Begleitung der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen. Eine differenzierte staatlich organisierte Berufs- und Studienberatung, eine gezielte Berufsorientierung ab Klasse 7, ergänzt durch Praxistage, sowie eine Vernetzung der Bildungsträger mit den regional ansässigen Unternehmen dienen dazu einer falschen Berufswahl vorzubeugen und  sinnvolle Nachwuchspolitik zu gestalten.

Bildung beginnt für uns mit der Geburt und mündet nach Schule, Ausbildung und Hochschule in der Möglichkeit lebenslangen Lernens. Deshalb setzt sich DIE LINKE.Sachsen für gerechte Teilhabemöglichkeiten und einen in jeder Hinsicht barrierefreien Zugang zu Bildung, auch zur beruflichen Ausbildung, ein.

Ausbildung

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