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21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus

21. März2012

Die Beratungsstellen für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. zählten im Jahr 2011 186 Angriffe. 269 Menschen waren davon direkt betroffen. Die Beratungsstellen zählen ausschließlich Gewaltdelikte. Im Vergleich zum Vorjahr (239 Betroffene) ist ein Rückgang zu verzeichnen.
Diese Entwicklung darf jedoch kein Anlass zur Entwarnung sein.

In der Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ beobachtet das von Wilhelm Heitmeyer geleitete Soziologen-Team des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld seit 2002 die Entwicklung von Vorurteilen gegen schwache Gruppen. So führte die wachsende Angst vor der Weltwirtschaftskrise und dem eigenen sozialen Abstieg beispielsweise dazu, dass sich rassistische Ressentiments verbreiteten und zunehmend Zustimmung in der Bevölkerung erfuhren. So meint ein Drittel, dass wir es uns in der Wirtschaftskrise nicht mehr leisten können, allen Menschen gleiche Rechte zuzugestehen. Dies ist Nährboden für alltäglichen Rassismus und muss sehr ernst genommen und kritisch begleitet werden. Weiterlesen »

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5. März 2012 Chemnitz – Naziaufmarsch blockieren!

8. Februar2012

Weitere Infos zum 5. März 2012 >>> HIER

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Gedenkveranstaltung für die ermordeten Dresdner Juden und Jüdinnen / 16. Februar 2012

1. Februar2012

Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, wird auf Einladung mehrerer Dresdner Institutionen und Vereine am 16. Februar am Bahnhof Dresden-Neustadt mit einer öffentlichen Rede der durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Juden und Jüdinnen gedenken.
Der Ort ist nicht zufällig gewählt – an der Vorderfront des Bahnhofsgebäudes befindet sich das Mahnmal, welches an die deportierten Dresdner Juden und Jüdinnen erinnert. Der Bahnhof spielte bei den Deportationen eine Schlüsselrolle.

Der 16. Februar 1945 sollte der letzte Deportationstag für die noch in Dresden verbliebenen Jüd_innen sein. Die Deportationen konnten aufgrund der Bombenangriffe nicht mehr stattfinden. Die Tage, Monate und Jahre zuvor waren für die jüdische Bevölkerung geprägt von Angst, von Beschimpfungen durch Nachbar_innen, (ehemalige) Mitschüler_innen und Kolleg_innen und vom Verschwinden ganzer Familien und vieler Freund_innen.
Kaum jemand fand sich, um zu helfen, und damit für Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten. Die Masse schwieg. Schlimmer noch, viele stimmten zu, denunzierten, waren Teil der Vernichtungsmaschinerie oder bereicherten sich. Der Krieg der Alliierten gegen das nationalsozialistische Deutschland und die damit verbundenen Bombenangriffe richteten sich auch gegen diesen Verlust der Zivilität.
Die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus verlangt heute von uns das aktive Eintreten gegen Neonazismus, Antisemitismus und jede Form von Rassismus. Engagement gegen alte und neue Nazis und Rassist_innen ist notwendig für den Schutz der Demokratie.
Die Nachgeborenen stehen auch in der Verantwortung, für den Schutz der Orte Sorge zu tragen, die an die Opfer erinnern. Dass Dresden heute noch blinde Flecken in der Erinnerungskultur hat, zeigte sich besonders deutlich, als 2010 der Neustädter Bahnhof als Versammlungsort der Neonazis gewährt wurde oder in vergangenen Jahren der rechte Aufmarsch an der Synagoge vorbei führen durfte. Die behördliche Praxis ist hier mit der gebotenen Würde der Opfer nicht vereinbar.
In Dresden mahnen erst fünf Stolpersteine an die ermordeten jüdischen Bewohner_innen. Insbesondere der Neustädter Bahnhof als Ausgangspunkt der Deportation in Vernichtungslager, der Wettiner Platz als Ort der Bücherverbrennung und das „Judenlager Hellerberg“ sollten stärker in der Dresdner Erinnerungskultur verankert werden.
Deshalb lädt das Bündnis am 16. Februar, 16 Uhr, alle Bürger_innen zum Erinnern und Vergegenwärtigen der Verbrechen des Nationalsozialismus an die Gedenktafel zur Deportation der Dresdner Jüd_innen am Bahnhof Neustadt / Schlesischer Platz, ein. Nach der Eöffnung wird zunächst ein musikalischer Beitrag erklingen, bevor dann Stephan J. Kramer, der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, sprechen wird. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen. Die Veranstaltung wird ca. 17 Uhr beendet werden.

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Reaktion auf “Aktion Linkstrend Stoppen”

22. Januar2012

Angesichts des bevorstehenden 13. Februar in Dresden ist eine Webseite wie www.als-sachsen.de ein Schock. Ganz abgesehen davon, dass die dort aufgeführten Grundsätze – wie “Gefahr der schleichenden Islamisierung entschieden entgegentreten!” – selbst für den selbsternannten konservativen Teil der CDU äußerst befremdlich wirken, schließe ich aus der Aufzählung der sogenannten “Partner-Links” darauf, dass es hier nicht um Konservatismus sondern schlicht um üblen Rechtspopulismus geht.

Das zeigt etwa der Link auf die “Junge Freiheit”, die als zentrales Sprachrohr der Neuen Rechten sowie als Medium mit Scharnier-Funktion zwischen Konservatismus und Nazi-Ideologoen gilt.

Noch befremdlicher ist der Link auf den islamophoben Weblog Politically Incorrect, der das fremdenfeindliche und speziell antiislamische Weltbild des modernen europäischen Rechtspopulismus in deutlichster Form darstellt, ja darüber hinaus zu Gewalt aufruft. Denn nicht nur die Meldungen, insbesondere die Kommentare sind an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Ein Kommentar fordert etwa, kriminelle junge Deutsch-Türken nicht etwa in einem geordneten juristischen Prozess zu verurteilen, sondern schlicht “an die Wand [zu] stellen – fertig” (Kommentar 42)

Vielleicht kann mir Herr Kretschmar mal erklären, was diese Organisation innerhalb der sächsischen CDU zu bedeuten hat. Mich würde da auch interessieren, wieso der CDU-Fraktionschef Steffen Flath offenbar zu den Unterstützern zählt. (“Mir ist es recht, dass es diese Aktion gibt. Es geht um innerparteiliche Meinungsfreiheit. Nicht um Spaltung.” bekundete der sächsische CDU-Frontmann Flath gegenüber BILD.)

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