17. Januar2012
extrem_ist_in
Gegen das sächsische Demokratieverständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus // 17.02.2012 – 18 Uhr // Albertplatz (Gedenkstein für Jorge Gomondai)
Jahrelang konnte ein Netzwerk von Nazis Menschen ermorden und mitten in Deutschland untertauchen.
Die zuständigen Ermittlungsbehörden waren nicht fähig oder willens diese Mordserie als das einzustufen, was sie ist: rassistisch motiviert. Stattdessen wurde den Opfern selbst die Schuld zugeschoben, sie seien in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen. In Anbetracht der zahlreichen Verstrickungen zwischen Sicherheitsbehörden und Naziszene kann überdies gar von einer aktiven Unterstützung der Nazis durch den Staat gesprochen werden.
In der Öffentlichkeit riefen die Morde moralische Empörung hervor. Diese erschöpfte sich in Konzerten, Menschenketten und Erklärungen gegen rechts – die Rolle staatlicher Behörden wurde dabei nicht ernsthaft in Frage gestellt. Dass diese nicht per se unfähig und untätig sind, zeigt sich an ihrem eifrigen Engagement gegen Antifaschist_innen. Die ersten Urteile gegen Blockierer_innen des Naziaufmarschs am 19. Februar 2011 werden gefällt, groß angelegte Hausdurchsuchungen gegen Linke durchgeführt und fadenscheinige kriminelle Vereinigungen konstruiert. Projekte gegen Nazis müssen sogenannte „Demokratieklauseln“ unterschreiben, tausende Telefondaten von vermeintlichen Nazigegner_innen werden gespeichert und ausgewertet und gegen wen die in Planung befindliche „Extremisten-Datei“ eingesetzt wird, dürfte bereits klar sein.
Während Nazis also vom Staat hofiert werden, wird jegliches Engagement gegen Nazis außerhalb staatlicher Behörden kriminalisiert. Wir fordern deshalb die Abschaffung der Verfassungsschutzämter. Ein konsequenter Antifaschismus, im Zweifel gegen den Willen staatlicher Stellen, muss die Antwort sein . – Bündnis antisächsischer Extrem_ist_innen
Weitere Infos und Mobi-Material gibt’s >>> HIER!
16. Januar2012
Am 5. Dezember 2011 hat der Geschäftsführende Vorstand der Partei Die LINKE beschlossen, den Clara-Zetkin-Preis im Jahr 2012 zum zweiten Mal zu vergeben.
Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und soll an ein Projekt oder eine Initiative vergeben werden, welche/s sich in besonderer Weise um feministische, Frauen- oder Genderpolitik verdient gemacht hat. Verliehen wird der Preis in einem Festakt im Rahmen des Internationalen Frauentages am zweiten Wochenende im März 2012.
Ausschreibungsbedingungen finden Sie >>> HIER
Bewerbungsschluss ist der 20. Februar 2012.
12. Dezember2011
Anlässlich der Jahresabschlussfeier zum Projekt “Verwurzelt in Chemnitz” laden der Ausländerbeirat und der Interkulturelle Garten Bunte Erde e. V. unter dem Motto “Ein Licht anzünden – ein Zeichen für Toleranz setzen” gemeinsam mit der Ausländerbeauftragten am 18. Dezember 2011 um 17.00 Uhr alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer dazu ein, zwei neue Bäume als Symbol der Integration zu setzen und mit einer Lichterkette für Toleranz und Verständigung zu werben.
Unter den Bäumen des Projektes “Verwurzelt in Chemnitz” sollen Chemnitzer Kerzen, Lichter und Laternen anzünden und sich dann auf den Weg durch die Innenstadt machen, um vom Johannisplatz über die
Straße der Nationen, Carolastraße und Bahnhofstraße einen Lichterkranz zu bilden. Jedes Licht zählt! Mit dem friedlichen Mahnen soll ein starkes Zeichen für ein weltoffenes und tolerantes Chemnitz sowie gegen rechte Gewalt gesetzt werden.
Wir rufen auf: “Treten wir offen für Toleranz und Demokratie ein und geben rechtsorientierte Gedankengut keine Chance! Nur gemeinsam können wir ein Zeichen setzen. Deswegen: seien auch Sie bei der
Lichterkette dabei und zünden Sie ein Licht an – Ihr Zeichen für Toleranz!”
Über Ihr kommen bzw. über die Weiterleitung dieser Information würden wir uns sehr freuen. Bitte, bringen Sie Ihre Freunde und Familienangehörige sowie Feuerzeug und eine Kerze bzw. Laterne, Taschenlampe oder einen anderen Lichtquelle mit. Da wir nicht einschätzen können, wie viele engagierte Bürgerinnen und Bürger unseren Aufruf folgen und ein Zeichen für Toleranz und Demokratie und gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemmistismus, Rassismus sowie Rechtsextremismus setzen möchten, können wir anderweitig das Vorhandensein ausreichender Leuchtmitteln nicht absichern.
Vielen Dank für Ihr Kommen im Voraus und mit freundlichen Grüßen
Pedro M. Montero Pérez, Ausländerbeirat / Heike Steege, Interkultureller Garten / Etelka Kobuß, Ausländerbeauftragte
24. November2011
Die Initiativgruppe Save Me Chemnitz lädt sehr herzlich zum Fachtag “Save Me – Flüchtlinge retten” am 10. Dezember 2012, 10.00 Uhr- 14.00 Uhr ins Weltecho Chemnitz ein.
Der Fachtag beginnt mit dem Theaterstück “Wege nach Chemnitz” vom Armen Theater in Zusammenarbeit mit jungen Flüchtlingen. Anschließend wird es zwei Inputreferate geben, die sich inhaltlich mit den Themen Resettlement und der Idee der Save Me Kampagne beschäftigen. Dazu dürfen wir Norbert Trosien vom UNHCR sowie die Gruppe Save Me Leipzig begrüßen.
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