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Antifa

NAZI-ZENTRUM IN CHEMNITZ-MARKERSDORF DICHTMACHEN!

17. November2011

Am kommenden Freitag soll in der Markersdorfer Straße 40 in Chemnitz ein Nazi-Zentrum eröffnet werden mit einem Vortrag von Olaf Rose (NPD). In nächster Zeit soll in dieser Räumlichkeit auch ein Büro des neuen Bundesvorsitzenden der NPD Holger Apfel seinen Platz finden. Das Haus wurde vor etwa einem Jahr durch den Nazi Yves Rahmel gekauft. Rahmel ist Besitzer des Neonazi-Label PC Records, dass u.a. das Fest der Völker in Thüringen finanziert und die sogenannte Schulhof-CD produzierte, auf der nahmenhafte Nazi-Bands gastierten. Bereits im Sommer fanden erste Treffen von Chemnitzern im Haus statt, die vorrangig aus dem Freien Netz/CFC-Hooligan-Umfeld bekannt sind. Es wurde auch immer wieder bei Bauarbeiten Nazis aus anderen Regionen gesehen.

Um den Druck auf die Nazi zu erhöhen und sie merken zu lassen, dass sie nicht unbehelligt in ihrem neuen Zentrum sitzen können, planen wir eine Kundgebung direkt vor dem Zentrum durchzuführen.

Kommt daher zahlreich am 18.11 um 17:00 nach Chemnitz vor die Markersdorfer Straße 40 um den Nazis Druck zu machen!
Weitere Informationen werden unter aak.blogsport.de veröffentlicht.

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NPD in Sachsen finanziert nationalsozialistische Kaderorganisation

8. November2011

Zur Analyse zum internen Forum des „Freien Netzes“ durch https://gamma.noblogs.org erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion DIE LINKE:

Wer noch immer nicht gewusst hat, was die sich als „Kameraden“ bezeichnenden Neonazis unter Kameradschaft verstehen, kann jetzt die Wissenslücke schließen. In einem internen Forum des Neonazi-Netzwerkes „Freies Netz“ bezeichnete 2009 ein heutiger Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion zwei damalige Mitarbeiter der Fraktion als Teil eines „menschlichen Müllhaufens“. Hintergrund waren interne Auseinandersetzungen um das NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 in Leipzig. Zur „Kameradschaft“ gehörte es danach offenbar ebenso, dass Beitragsrückstände bei der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) mit körperlicher Gewalt eingetrieben werden sollten.
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LINKE Sachsen fordert Rücknahme der sächsischen Extremismusklausel – Den Weg für eine demokratische Kultur frei machen

12. Oktober2011

Mit einem vom juristischen Dienst des Sächsischen Landtages angefertigten Rechtsgutachten, das von der sächsischen Landtagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurde, wird die Verfassungsmäßigkeit der Extremismusklausel angezweifelt. Auch DIE LINKE Sachsen sieht sich in ihrer Kritik bestätigt.
Seit 2011 müssen Träger, die Mittel aus dem Landesprogramm “Weltoffenes Sachsen” beziehen wollen, eine so genannte Demokratie-Erklärung unterschreiben, mit welcher sie sich “zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung (…) bekennen und keine Aktivitäten entfalten, die der freiheitlichen demokratischen Grundordnung widersprechen”. Auch ProjektpartnerInnen müssen dieses Bekenntnis aktiv, per Unterschrift ablegen. Sachsen ist das einzige Bundesland, das die vom Bundesfamilienministerium kreierte Demokratieerklärung für landeseigene Fördermittel adaptiert hat. Weiterlesen »

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Buchtipp: “Tödliche Realitäten”

16. August2011

Ich möchte euch gern ein Buch empfehlen, welches der RAA Sachsen diesen Monat herausgegeben haben. Es ist ein Sammelband, welcher nicht nur an den Mord von Marwa El-Sherbini und die gesellschaftlichen Umstände in Dresden/Sachsen erinnert, sondern auch an die anderen elf Todesfälle rechtsmotivierter bzw. rassistischer Gewalt in Sachsen seit 1990 erinnert.

“Im Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini in Dresden aus rassistischem Hass ermordet. Jetzt erinnert ein Sammelband der Opferberatung des RAA Sachsen e.V. an die abscheuliche Tat und reflektiert die politischen wie gesellschaftlichen Reaktionen. Gleichzeitig werden jene Zustände beschrieben, in denen ein solcher Mord möglich war.

Das Buch enthält Texte von Autoren aus Wissenschaft, Publizistik, Politik und ehrenamtlichen Initiativen. Zu lesen sind unter anderem Störungsmelder-Autorin Heike Kleffner zu „(K)eine Frage der Wahrnehmung: die tödliche Dimension politisch rechts motivierter Gewalt“ sowie Dierk Borstel und Andreas Grau vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Dresden.

Verschiedene Autoren, setzen sich mit den medialen und gesellschaftlichen Reaktionen auf den Mord auseinander. So schildern beispielsweise Wolfgang Donsbach und Anna-Maria-Schielicke die „Verarbeitung des Mordes an Marwa El-Sherbini in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung“. In einem Interview sprechen zwei Initiatorinnen eines Treffs für muslimische Frauen in Dresden-Johannstadt über die Situation von Muslimas nach dem Mord.

Sabine Schiffer und Floris Biskamp diskutieren anhand des Begriffes der „Islamophobie“ das Spannungsfeld zwischen Islamkritik und antimuslimischen Ressentiment. Auch die juristische Aufarbeitung der Tat wird beleuchtet, wobei Staatsanwalt Christian Avenarius „Einige Gedanken zum Umgang der Justiz mit dem Mord an Marwa El-Sherbini“ formuliert. Zur Frage des gesellschaftlichen Umgangs mit rassistischer Gewalt stellt der Dresdner Verein Bürger.Courage seine Aktion „18 Stiche“ vor und der Vorsitzende des Ausländerrat e.V. Sebastian Vogel fragt danach, was sich in Dresden zwei Jahre nach der erschreckenden Tat verändert hat.


Herausgeber: Opferberatung des RAA Sachsen e.V.
Tödliche Realitäten. Der rassistische Mord an Marwa El-Sherbini
Dresden, 1. August 2011
ISBN: 978- 3- 00- 034794- 8″

Das Buch könnt ihr kostenlos bei den Beratungsstellen des RAA Sachsen erhalten. Bei Bestellung von mehr als einem Exemplar wird um Spenden gebeten. Gegen Übernahme der Portokosten kann es auch unter projekt@raa-sachsen.de bestellt werden.

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