8. Juni2010

© A. Böhm
Unter diesem Motto traf sich heute das parteienĂĽbergreifende BĂĽndnis “Wir sind Mehr Wert” auf dem Chemnitzer Neumarkt, um ihr symbolisches letztes Hemd zu zerschneiden. Im Vorfeld der Demonstration, die am 16. Juni in Dresden stattfindet, wiesen sie auf die massiven KĂĽrzungen im Bereich der Bildung, der Kultur und des Sozialen hin.
10. September2009
Am Dienstag veröffentlichte die OECD eine Studie mit dem Titel „Bildung auf einen Blick 2009“. Laut dieser Studie liegt das bundesdeutsche Bildungswesen im internationalen Vergleich noch immer zurück. Zwar bescheinigt die OECD auch der Bundesrepublik eine „anhaltende Bildungsexpansion“, doch ist die finanzielle Ausstattung des Bildungsbereiches viel zu gering. Für Sachsen, das kein Untersuchungsgegenstand der Studie ist, äußert sich die Bildungsexpansion vor allem in der gestiegenen Zahl der Universitätsabsolventen. Sie ist von 60.000 im Jahr 1993 auf derzeit 107.000 gestiegen. Die Absolventenquote – das ist der Anteil der Akademiker an der Bevölkerung eines Jahrgangs – ist jedoch im Freistaat zu gering. Während sie international bis zu 40% beträgt, liegt sie in Sachsen lediglich bei 25 %.
Das ist zu wenig, um den prognostizierten Fachkräftemangel wirksam begegnen zu können. Ziel der Bildungspolitik muss es sein, die Absolventenquote auf 40 % zu erhöhen. Angesichts dieser volkswirtschaftlichen Notwendigkeit müssen sich diejenigen, die noch immer für eine frühe Auslese der Schülerinnen und Schüler plädieren, fragen lassen, wie ernst sie es mit der Zukunft des Freistaates meinen. Wo Fachkräfte fehlen, kann sich kein Staat die frühe Auslese der Schülerinnen und Schüler mehr leisten. Alle mitnehmen, keinen zurücklassen – lautet das Gebot der Stunde. Längeres gemeinsames Lernen und Qualitätssteigerung im Bildungsbereich schließen einander nicht aus, im Gegenteil. Das heißt moderne Bildung.
9. August2009
Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen in Sachsen noch 10.395 Jugendliche nach einem Ausbildungsplatz. Obwohl sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten beiden Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung schon deutlich entschärft hat, dass heißt, die Schulabgänger zahlen sich halbiert haben, kann dennoch nicht jedem Ausbildungswilligem jungen Menschen in Sachsen eine Lehrstelle angeboten werden.
DIE LINKE.Sachsen will jedem jungen Menschen mit dem Recht auf einen Ausbildungsplatz einen guten Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. Das heiĂźt, das Verhältnis von derzeit 1,5 Bewerbern auf einen Ausbildungsplatz umzukehren. Weiterlesen »