15. Juni2010
Pro Chemnitz ist Teil des Problems – Akteure und Akteurinnen des Lokalen Aktionsplans brechen LAP-Sitzung ab und führen eigene Sitzung durch.
Auf Einladung der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans der Stadt Chemnitz trafen sich am Samstag Jugendinitiativen, Vereine, Selbstorganisationen der Migrantinnen und Migranten und Institutionen der Stadt, um den Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz fortzuschreiben. Allerdings verließen direkt nach der Eröffnung der Sitzung sämtliche anwesende Initiativen den Raum, da sich auch Vertreter von Pro Chemnitz an der Sitzung beteiligen wollten.
Die demokratischen Initiativen, die in der Vergangenheit mit vielfältigen Projekten Aufklärungsarbeit gegen neonazistische, rassistische, diskriminierende und antisemitische Aktivitäten und Einstellungen in Chemnitz leisteten, empfanden es als eine Zumutung zusammen mit Vertretern von Pro Chemnitz über städtische Strategien für Demokratie und Toleranz zu diskutieren.
Pro Chemnitz sucht die Nähe zu rechtsradikalen Personen und Gruppen und ist deshalb fehl am Platz bei der Fortschreibung eines Lokalen Aktionsplanes. Ihre Kontakte zu neonazistischen Kameradschaften, die Zusammenarbeit mit den rechten Organisationen NPD und Junge Nationaldemokraten oder die Organisation von Demonstrationen mit der neonazistischen Szene, beweisen eindeutig ihre antidemokratische Gesinnung.
Darüber hinaus benutzt Pro Chemnitz in ihrer Hetze gegen Fremdarbeiter bewusst eine Terminologie, die seit dem Gebrauch durch die Nationalsozialisten eindeutig negativ konnotiert ist.
Pro Chemnitz ist Teil des Problems in Chemnitz und nicht Wegbereiter einer Lösung. Eine Zusammenarbeit mit rechten, der neonazistischen Szene nahe stehenden Organisation oder Einzelpersonen lehnen die Akteure des Lokalen Aktionsplanes strikt ab.
Chemnitz, 12.06.10
Quelle: PM der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung zum Lokalen Aktionsplan in Chemnitz
8. Juni2010

© A. Böhm
Unter diesem Motto traf sich heute das parteienübergreifende Bündnis “Wir sind Mehr Wert” auf dem Chemnitzer Neumarkt, um ihr symbolisches letztes Hemd zu zerschneiden. Im Vorfeld der Demonstration, die am 16. Juni in Dresden stattfindet, wiesen sie auf die massiven Kürzungen im Bereich der Bildung, der Kultur und des Sozialen hin.
1. Juni2010

Quelle: A. Böhm
Am vergangenen Wochenende feierten über 1000 junge alternative und linke Menschen das alljährlich stattfindende Stay Rebel Festival. Das Fest, welches zum vierten Mal begangen wurde, war eine bunte Mischung aus politischer Bildung und zahlreichen Auftritten junger Bands aus und um Chemnitz. Die Workshops zu Themen wie der Wirtschaftskrise oder den Geschlechterrollen in der Gesellschaft fanden großen Anklang. Anschließend wurde noch bis in die Nacht zur Live-Musik im Park der Opfer des Faschismus getanzt.
20. Mai2010

In 70 Ländern der Welt sind nichtheterosexuelle Lebens- und Liebesformen noch immer gesetzlich verboten, in einigen Ländern werden geichgeschlechtliche sexuelle Handlungen mit der Todesstrafe verfolgt.
Aus diesem Grund rief der Lesben- und Schwulenbverband Deutschlands (LSVD) dazu auf am 17. Mai 2010 auf dem Dresdner Theaterplatz Luftballons gegen Trans- und Homophobie in den Abendhimmel steigen zu lassen und so ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz aller zu setzen. Dieser Tag wurde bewusst gewählt, da vor zwanzig Jahren Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde.
Queere Menschen sind auch heute noch, trotz der Scheinliberalität mit der Präsenz von schwulen Politikern wie Westerwelle, von Beust und Wowereit und Gesetzen zur Antidiskriminierung und der Möglichkeit zur Verpartnerung tagtäglichen Anfeindungen und Diskriminierungen ausgesetzt.
Out of the closets and into the streets!